Ministerium bestätigt unseren Wolf-Bericht

Wolf


Unsere Reporterin hatte es zuerst gesehen: frische Spuren von Wölfen im Wald. Es war im November vorigen Jahres. Sie war auf den Retterser Berg im Landkreis Altenkirchen/Westerwald (nahe Kircheib) unterwegs. Mitten auf dem einsamen Waldweg lag ein Kothaufen, wenige Meter weiter ein zweiter. Sie war sich der Brisanz des Fundes bewusst und sicherte ihn.  Das Senckenberg-Institut fand heraus, dass es sich um die Wolfslosung des zugewanderten Rüden GW1159m handelt. Die zweite Wolfslosung war leider nicht mehr analysierbar, da es geregnet hatte. Bei der Begehung des Waldstückes hatte der Wolfsbeauftragte jedoch eine weitere Losungen gefunden.  Es handelte sich um die Hinterlassenschaften zweier Welpen des Leuscheider Wolfsrudels, GW1934m und GW1935m. Die Bezeichnung GW steht für Grauwolf, die werden durchnummeriert und das „m“ steht für männlich. Ebenfalls teilte der Wolfsbeauftragte mit, dass eine Tochter des Neuwieder Rudels in Mecklenburg-Vorpommern aufgetaucht sei.

Weitere Funde

In der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld konnten jetzt weitere Nachkommen des Leuscheider Wolfsrudels identifiziert werden. Das teilte jetzt das Umweltministerium in Rheinland-Pfalz mit. Damit runden sich die Ergebnisse vom November vorigen Jahres ab. Die Identifikation erfolgte anhand von weiteren Kotfunden. Es handelt sich um zwei Fähen, also weiblichen Nachwuchs, mit den Nummern GW1955f und GW1956f. Zwei Rüden mit den Identifikationsnummern GW1934m und GW1935m hat das Senckenberg-Zentrum für Wildtiergenetik bereits Anfang Februar erstmals nachgewiesen. Alle vier Jungtiere stammen aus dem Wurf von 2020, wie auch schon GW1851m, der im Oktober auf der B8 verunfallt ist.

Die Jungwölfe sind rund zehn Monate alt und optisch kaum mehr von erwachsenen Wölfen zu unterscheiden. Ihre Eltern, der Rüde GW1159m und die Fähe GW1415f, konnten im Dezember und Januar im Wolfsterritorium Leuscheid anhand von Kotfunden erneut nachgewiesen werden. Das Gebiet erstreckt sich über die Grenze nach Nordrhein-Westfalen bis etwa zur Sieg.

Hintergrund:
Das Leuscheider Rudel ist sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Nordrhein-Westfahlen derzeit das einzige Wolfsrudel, so das Ministerium. In Rheinland-Pfalz gibt es schon seit 2018 das „Präventionsgebiet Westerwald“, wo Tierhalterinnen und Tierhalter Fördermittel für wolfssichere Zäune und Herdenschutzhunde erhalten können. Sobald Wölfe genetisch oder anhand einer Foto- oder Videoaufnahme bestätigt wurden, werden die Nachweise online veröffentlicht.

Meldungen immer möglich

Sichtungen von Wölfen oder Funde von organischem Material können jederzeit gemeldet werden unter wolf@snu.rlp.de oder der Hotline-Nummer 06306-911199. Auch Fotos oder Videos können eingesendet werden. Dabei ist zu beachten, dass man sich Wölfen, auch Welpen, nicht nähern sollte. Sie sollen sich nicht an die Nähe von Menschen gewöhnen, daher ist es auch gesetzlich verboten, sie zu füttern.

http://snu.rlp.de/de/projekte/woelfe/verbreitung-recht/wolfsnachweise-rlp/

Junge Wölfe nachgewiesen

Wolf wurde erschossen

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