Wolf im Rheinland heimisch

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Wölfe sind inzwischen im Rheinland heimisch. Und Tiere, die in der Natur leben, müssen sich ernähren. Dazu gehört, dass sie im Wald viel Wild jagen. Es gibt auch Angriffe auf Schafsherden. Mit speziellen Hunden können die Wölfe aber ferngehalten werden. “Wir müssen einfach umdenken”, so ein Schäfer, der sich zwei voll ausgebildete Herdenschutzhunde gekauft hat. Seitdem die Tiere seine Herde beschützen, hätte es keine Probleme mehr geben.

Neues Wolfsterritorium ausgewiesen

Wegen eines aktuellen Wolfs-Nachweises im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis wird ein weiteres grenzüberschreitendes Wolfsterritorium ausgewiesen, so das Umweltministerium aus Rheinland-Pfalz. Das Senckenberg-Institut für Wildtiergenetik hätte die Wölfin GW1798f Anfang März an einem Rotwildriss bei Rüdesheim nachgewiesen. Ein erster Nachweis der Fähe erfolgte im Mai 2020 in der nahegelegenen Verbandsgemeinde Loreley. In Rheinland-Pfalz konnte sie seither nicht mehr nachgewiesen werden. Aufgrund der räumlichen Nähe der Nachweise gilt die Wölfin jedoch als territorial.

Tierhalter bekommen Unterstützung

„Aufgrund des erfolgten hessischen Nachweises der Fähe in der Grenzregion zu Rheinland-Pfalz weisen wir den Taunus vorsorglich als Wolfspräventionsgebiet aus. Dort können nun Präventionsmaßnahmen für Schaf-, Ziegen-, Alpaka-, Pferde- und Rinderhalter sowie landwirtschaftliche Wildhalter vom Land gefördert werden. Mit der Förderung von Zäunen und Herdenschutzhunden unterstützen wir die Tierhalterinnen und Tierhalter im Rhein-Lahn-Kreis ab sofort präventiv beim flächendeckenden Herdenschutz und möchten die Akzeptanz für die Rückkehr des Wolfes stärken“, sagte Staatsministerin Anne Spiegel.

Das neue Präventionsgebiet Taunus tritt ab heute in Kraft und umfasst den Rhein-Lahn-Kreis. In Rheinland-Pfalz gibt es zudem die Präventionsgebiete Westerwald und Eifel-West.

Schafe im Westerwald gerissen

Ende Februar haben mehrere Übergriffe auf Nutztiere (Schafe) im Präventionsgebiet Westerwald stattgefunden. Der Rüde GW1896m, der zuvor Ende Februar im Landkreis Bernkastel-Wittlich und im Rhein-Lahn-Kreis für je einen Riss verantwortlich war, konnte nun an vier Rissen im nördlichen Westerwald nachgewiesen werden, so das Ministerium.

Der Rüde aus der Mitteleuropäischen Flachlandpopulation wurde im Oktober 2020 erstmalig in Bayern identifiziert und konnte im November ebenfalls über DNA-Proben im südlichen Baden-Württemberg nachgewiesen werden. Seit Februar 2021 hält sich das Tier in Rheinland-Pfalz auf und setzte seine Wanderroute weiter fort.
Ein Herkunftsrudel kann aufgrund der DNA nicht identifiziert werden.

Hintergrund:
Das Ministerium hat noch vor den ersten Wolfsnachweisen einen Wolfsmanagementplan erstellt. Nutztierrisse werden zu 100 Prozent entschädigt, wenn sie nachweislich von einem Wolf verursacht wurden. Zudem können bei der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) sogenannte „Notfallzäune“ kostenlos ausgeliehen werden, wenn Weidetiere im Bereich eines Wolfsrisses nur unzureichend geschützt sind. Ziel ist immer, dass sich Wölfe nicht an das Reißen von Weidetieren gewöhnen. Dies ist am besten durch geeignete Zäune zu erreichen.

Bei Verdacht auf einen Wolfsriss können sich die betroffenen Tierhalterinnen und -halter über die Wolfshotline 06306 – 911199 oder via Mail an wolf(at)snu.rlp.de an die SNU wenden, die auch die Anträge auf Entschädigung entgegennimmt. Sobald Wölfe genetisch oder anhand einer Foto- oder Videoaufnahme bestätigt wurden, werden die Nachweise online veröffentlicht unter:

http://snu.rlp.de/de/projekte/woelfe/verbreitung-recht/wolfsnachweise-rlp/

Das obige Foto eines Wolfes wurde uns von der Pressetelle des Ministeriums zur Verfügung gestellt, Copyright. Landesforsten RLP Lamour/Hansen

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