Wasser kam aus Waschbecken hoch

Hochwasser

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Irgendwann schaffte die Kanalisation in Köln-Sülz die Wassermassen  nicht mehr. Und kurze Zeit später war die Wohnung vollgelaufen. Von überall kam es her. Aus der Badewanne, aus dem Waschbecken, durch die Balkontüre.“ Wir wussten nicht mehr, wo wir die Handtücher hinstopfen sollen”, so die Bewohnerin. Der Kampf gegen die Fluten war aussichtslos. Und es war nicht das erste Mal. “Jedes Mal, wenn es Starkregen gibt, bricht hier alles zusammen”, so die 32-Jährige. Die Abwasserrohre können die Wassermassen nicht mehr fassen. Dann staute sich alles zurück und lief in das Haus hinein.

Hochwasser
Das Wasser aus der Kanalisation drückte in die Badewanne. (Foto: Lindemann)

Alles überflutet

“Es ging am Schluss alles ganz schnell”, so die Kölnerin. Auch der ganze Keller des Hauses ist überflutet. Bei der Feuerwehr war ständig besetzt. “Ich habe es fünfmal versucht. Ich bin nicht durchgekommen“, so ihr Freund. So blieb dem jungen Paar nichts anders übrig als hilflos zuzuschauen, wie die Wohnung langsam aber sicher zum Feuchtbiotop wurde. Das Laminat ist völlig durchnässt, auch die Polstermöbel haben Feuchtigkeit gezogen. Die beiden sind nicht die einzigen. Auch im Freundeskreis gab es jede Menge Überschwemmungen.

Hochwasser
Durch die Balkontüre drückte das Hochwasser in die Wohnung. (Foto: Lindemann)

Hohe Schäden

Beim Starkregen vor einigen Wochen war schon einmal dasselbe passiert. Gutachter waren gekommen und hatten festgestellt, “dass das Laminat raus muss”, so die Mieterin. Es hätte “echt muffig gerochen.” Und jetzt schon wieder “so eine Überschwemmung.” Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Hochwasser
Auch in Köln-Kalk liefen Keller voll. (Foto: Lindemann)

Die Kanalisation schafft die Wassermassen nicht mehr. Die Feuerwehr hatte über tausend Einsätze in der Nacht. Bäume waren umgestürzt, Unterführungen vollgelaufen. Der Starkregen als Folge des Klimawandels macht sich immer öfter bemerkbar. Lösungen müssen gefunden werden, um diese Wassermassen sicher aus den Städten abzuleiten. So wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen. Zum Glück konnte das junge Paar zu Bekannten ziehen. Die Wohnung muss jetzt erst mal getrocknet werden.

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