Gruselige Bunker in der Erde

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Es war ein Tag des Schreckens gegen Ende des Zweitens Weltkrieges. Dröhnend luden die alliierten Bomber ihre tödliche Fracht über die damalige Stadt Porz ab. Verzweifelt suchten die Menschen Schutz vor der Bedrohung. Ein kleiner Bunker am Bahnhof bot dies. Über eine Treppe eilten sie in die sichere Tiefe. Die schwere Stahltüre wurde hastig geschlossen. Der Lärm der Sirenen war kaum noch zu hören, dafür aber die Detonationen der Bomben. Verletzte schrien an der Oberfläche nach Hilfe.

Nachdem die Kämpfe beendet waren, kehrte auch in Deutschland wieder langsam das normale Leben ein. Die solide gebauten Bunker waren jedoch schwer zu sprengen. Sie wurden einfach verschlossen und ihrem Schicksal überlassen.

Müll auf der Treppe zum Bunker in die Tiefe

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Eine schmale Treppe führt in die Tiefe. Foto: Lindemann

Müll sammelte sich auf den Treppen zu ihnen an. Die fest verschlossenen Stahltüren waren nur mit Gewalt zu öffnen. Interesse hatte in den ersten Nachkriegsjahren keiner daran. Doch das änderte sich – irgendwann.

Schwere Eisentüre aufgebrochen

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Mit brutaler Gewalt wurde die schwere Panzertüre aufgestemmt. Foto: Lindemann

In Nacht- und Nebel-Aktionen wurden die schweren Panzertüren aufgebrochen. Die modernen Grabräuber wurden jedoch nicht fündig. Kalte und feuchte Räume luden nicht zum Verweilen ein. Enttäuscht zogen die Einbrecher wieder ab.

Der Hauptraum des Bunkers

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Wie ein Gewölbe ist die Decke des Bunkers gebaut. Foto: Lindemann

Jugendliche entdeckten irgendwann diese Gruselkammern als verbotene Spielplätze. Nur die Mutigsten trauten sich in diese Höhlen des Grauens tief in der Erde. Wasser stand in Pfützen auf dem Betonboden, nicht nur Ratten hatten dort eine Heimat gefunden.

Leitungen zur Versorgung der Menschen

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Alte Anschlüsse an der Wand zur Versorgung der Insassen. Foto: Lindemann

Die alten Anschlüsse an den Wänden waren verrostet, Stromleitungen schon lange außer Funktion. Doch diese Installationen gaben dem Ganzen einen skurrilen Charakter. Hier hatten sich ängstliche Menschen eng zusammengekauert. Irgendwann erinnerten sich Verantwortliche an diese Relikte des Zweiten Weltkrieges. Die Bunker wurden wieder fest verschlossen. Die schweren Eisentüren versiegelt. Die Erinnerung an die Zeit des Krieges bleibt aber erhalten.

Graffiti an den Wänden

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Im Jahr 1999 und 2000 waren noch Neugierige in dem Bunker. Foto: Lindemann

Die Wände des Bunkers sind mit Graffiti verschmiert. Ein Zeichen, dass auch lange nach dem Zweiten Weltkrieg Menschen den Weg in die Tiefe gefunden hatten. Aktuell ist dies aber nicht mehr möglich. Die schweren Panzertüren sind fest verschlossen.

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