Strömungsretter im Einsatz

Hochwasser

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Wenn es um Leben und Tod geht, dann sind die Strömungsretter gefragt. Sie wagen sich in die Fluten, um Menschenleben zu retten. Auch die Kontrolle von ungeklärten Situationen gehört zu ihren wichtigen Aufgaben.

Und eine solche Situation ergab sich am Dreikönigstag 2022 am Rheinufer in Köln-Poll. Ein Zelt schwamm im Wasser. Unklar war, ob sich im Inneren auch Menschen befinden, die vielleicht um ihr Leben kämpfen. Schnelle Hilfe war gefragt. Spaziergänger hatten die Ordnungskräfte alarmiert. Sie begaben sich sofort zum Ufer. Das Zelt zu bergen war für das Team unmöglich, ohne sich selber in Lebensgefahr zu bringen. So wurden sofort Strömungsretter alarmiert.

Zwei junge Obdachlose gesucht

Am  Ufer des Rheines in Köln joggen viele Menschen. Unterhalb der Südbrücke an einem Pfosten hatte sich zwei Jugendliche in einem Zelt vor Wochen eine bescheidene Bleibe geschaffen. “Ich habe sie oft schon morgens dort gesehen”, so eine Joggerin. Alkohol sei meist im Spiel gewesen. “Vielleicht trinken die sich ihre Sorgen weg”, so die 47-jährige Kölnerin. Ihr taten die beiden jungen Männer leid.

Zelt im Rhein
Das Zelt treibt auf einen Brückepfeiler zu. (Foto: Lindemann)

Eine Brücke mit Schicksal

Beim Bau der Südbrücke starben acht Menschen. Sollte sich dort wieder ein tragisches Unglück ereignet haben? Die Ordnungsdienste alarmierten Strömungsretter, die sich sofort zum Rheinufer begaben. Mit einem Seil gesichert stieg ein Mann im Schutzanzug in den kalten Rhein. Schnell erreichte er das Zelt. Es war leer. Die beiden Jugendlichen hatten sich wohl vorher retten können. Die Zuschauer und auch die Helfer waren erleichtert. Das Zelt wurde gesichert.  Nasse Matratzen am Rheinufer blieben zurück. Was aus den beiden Jugendlichen geworden ist, konnte nicht geklärt werden.

Hochwasser
Nasse Matratzen am Rheinufer blieben zurück. (Foto: Lindemann)

Pegel steigt langsam weiter

Am Donnerstag, 6. Januar 2022, wurde um 6 morgens ein Rheinwasserstand von 6,78 m Kölner Pegel (KP) gemessen. Der Rheinwasserstand am Kölner Pegel steigt derzeit noch ganz langsam an. Gegen 22.30 Uhr lag er bei 6,87 m. In Köln Rodenkirchen wurde schon die Hochwasserschutzwand ausgefahren, um die Häuser am Ufer zu schützen.

Rodenkirchen
Die Hochwasserschutzwand am Treppchen in Köln-Rodenkirchen steht. (Foto: Lindemann)

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