Hier spielt keiner mehr

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Wenn man ins Tal hinabgeht, dann fällt auf der rechten Seite ein Fußballplatz ins Auge, auf dem wohl schon lange kein Ball mehr aufs Tor geschossen wurde. Aus roter Asche besteht der Belag des Feldes. Reifenspuren zeigen, das hier vor Kurzen noch Fahrzeuge und nicht Menschen ihre Runden gedreht haben. Das Vereinsheim ist verrammelt, die Rolläden sind herunter gelassen. Unbekannte haben mit roter Farbe Parolen auf die weiße Wand des Gebäudes gesprüht. Die Trainerbank ist umgekippt. Die Seitenscheiben, die Schutz vor Wind und Wetter bieten sollten, sind zertreten.

Geisterort.
Umgekippt liegt die Trainerbank am dem Fußballplatz. (Foto: Lindemann)

Erinnerung an frühere Zeiten

Ein verblasstes Logo zeigt, wer hier früher um Punkte gekämpft hat. SG Herschbach Schenkelberg ist auf dem Schriftzug zu erkennen. Der Verein  wurde 1969 gegründet. Die Jugendabteilung zählt derzeit 170 aktive Spieler. “Im Jugend- und Seniorenbereich sind wir mit insgesamt 13 Mannschaften vertreten” – so der aktuelle Eintrag auf der Internetseite des Vereines. Doch das aktive Spielgeschehen findet derzeit an anderer Stelle statt.

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Längst verblasst ist der rote Schriftzug mit dem Namen des Vereines. (Foto: Lindemann)

Pflanzen finden ihren Platz

Die Natur erobert sich gerade das Areal zurück. Ein völlig zerbeultes Fußballtor liegt kurz vor dem Strafraum. Menschen sind wohl auf ihm herumgesprungen, haben so seiner ursprünglich eckigen Form Rundungen hinzugefügt. Im Gebüsch am Spielfeldrand sind leere Bierflaschen zu finden.

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Grasbüschel wachsen auf dem Ascheplatz. (Foto: Lindemann)

Blick ins Vereinsheim

Dort, wo früher filigrane Ballkünstler mit wenigen Schritten ihre Gegner mühelos umspielt haben, finden sich heute massive Grasbüschel als gefährliche Stolperfallen. Ein Spalt im Rollladen des Vereinsheimes ist offen. Ein kurzer Blick in den Raum zeigt, dass hier ein geordneter Auszug stattgefunden hat.

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Gerätschaften sind im Inneren des Vereinsheimes abgestellt. (Foto: Lindemann)

Noch sind die Scheiben nicht eingeschlagen worden, nichts in der früheren Küche scheint verwüstet. Doch meist ist dies nur noch eine Frage der Zeit. Irgendwann dringen Unbekannte in diese Gebäude ein. Sinnlose Zerstörungen sind dann das Resultat.

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Dieses Tor ist nicht mehr zu gebrauchen. (Foto: Lindemann)

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Betreten streng verboten

 

 

 

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