Gruselige Villa im Naturschutzgebiet

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Brütende Hitze liegt in der Luft. Die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel. Schlangen schätzen dieses Klima. Sie sonnen sich auf heißen Steinen. Eidechsen huschen aufgeregt umher. Hier ist die Natur noch in Ordnung. Doch plötzlich entdeckt das Auge ein verfallenes Bauwerk, das dort eigentlich nichts zu suchen hat. Mitten im Naturschutzgebiet in den Pyrenäen liegt eine verlassene Villa. Auf den ersten Blick sieht man, dass sie als prächtiges Bauwerk geplant war. Bunte Schmetterlinge fliegen umher, Geckos klettern an den Wänden empor.

Hidden Place
Die alte Villa im Naturschutzgebiet verfällt langsam. (Foto: Lindemann)

Im Rohbau gestoppt

Öffnungen in den Wänden zeigen, dass hier großzügige Fenster vom Architekten geplant waren. Doch es kam nie dazu, dass sie eingepasst wurden. Der Bauarbeiten wurden wohl von der Polizei plötzlich gestoppt. Grüne Stahlstützen im Inneren der Räume beweisen dies. Sie halten seit Jahrzehnten Betondecken, die keine Mensch mehr betreten sollte. Irgendwie wirkt alles gruselig.

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Hier sollte wohl das Wohnzimmer mit einem gemütlichen Eckkamin Platz finden. (Foto: Lindemann)

Bunte Wände

Die Wände wurden nie verputzt, doch sind sie nicht ohne Schmuck. Bunte Graffiti zeigen, dass hier Menschen ihre Spuren hinterlassen haben. Es muss allerdings schon Jahre her sein. Zahlreiche verrostete Sprühdosen auf dem Boden sind ein Beleg dafür. Die Farbe hatte gute Qualität. Die Brillanz diese Kunst ist noch immer klar und deutlich. Löcher in der Decke zeugen davon, dass Kamine den Räumen eine angeheme Atmosphäre geben sollten.

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Besucher des Hidden Places hinterließen ihre Spuren. (Foto: Lindemann)

Türen vergittert

Ob der Eigentümer auf einen schnellen Weiterbau gehofft hat, ist nicht klar. Schwere Stahlgitter vor den Türöffnungen sollten auf jeden Fall ein Betreten Rohbaus verhindern. Doch die Fensteröffnungen wurden vergessen, sie sind nicht verschlossen. Sie können ohne Mühe passiert werden und man hat so die Möglichkeit, ohne große Mühen in die Räume im Inneren zu gelangen. Das nutzen auch Tiere, die hier einen neuen Lebensraum gefunden haben. Die Natur hat Zeit. Sie erobert sich langsam alles zurück.

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In den Rohbau gelangt man durch die Fensteröffnungen. (Foto: Lindemann)

 

 

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