Tödliche Gefahr aus der Luft

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Der Kuchen steht auf dem Tisch, der Kaffee ist eingegossen. Ein Sonnenschirm sorgt für kühlenden Schatten. Wespen sitzen schon in den Startlöchern, um ihren Anteil am Kuchen zu sichern. Doch plötzlich fliegt ein anderes Insekt durch die Luft. Die Wespen schrecken zurück und fliehen. Ein geflügelter Einwanderer ist in seinem Revier unterwegs. Es handelt sich um die asiatische Hornisse – ein unerwünschter Einwanderer aus Übersee. Für Bienen sind diese gelb gestreiften Räuber schlimme Feinde. Sie fallen über die Immen her und verspeisen sie genüsslich.

Asiatische Risenhornisse
Auf einer Blüte sitzt die Hornisse und lauert auf Beute. (Foto: Lindemann)

Gefährliches Gift

Für Menschen kann der Stich der Vespa veluntia nigrithorax tödlich sein,  wenn allergische Reaktionen auftreten. Deshalb ist Vorsicht angesagt. Das gilt aber grundsätzlich für alle Stiche von Insekten. Ein Allergietest kann im Vorfeld für Sicherheit sorgen. Im Winter sterben die Völker übrigens. Die Jungköniginnen überwintern und gründen im Frühjahr ein neues Volk.

Riesenhornisse
Sofort ins Auge fällt die asiatische Hornisse. (Foto: Lindemann)

 

Plötzlich in Frankreich

Irgendwann tauchte das Insekt um das Jahr 2005 in Südfrankreich auf. Der Klimawandel machte das möglich. Die Tiere kamen sehr wahrscheinlich als “blinde Passagiere” auf Schiffen aus China nach Europa. Schnell verbreiteten sich die Insekten. Im Jahr 2010 erreichten sie das Rhonetal und im Norden in der Ostbretagne die Küste des Ärmelkanals. Zeitgleich wurden sie südlich der Pyrenäen in Spanien gesehen. Ihr Erkundungszug ging weiter bis nach Nordspanien und in das Baskenland. Von dort stammt auch diese Aufnahme. Sie wurde im August 2021 am Atlantik in der Nähe von Biarritz im Innenland fotografiert. Mit dem Fund eines Nests in Büchelberg in Rheinland-Pfalz im Jahr 2014 ist diese Art inzwischen auch in Deutschland nachgewiesen. Im Februar 2020 wurde sogar eine dieser Wespen in Hamburg gesichtet.

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