Die eigenen Geister treffen

Hypnose verbindet Körper und Geist.

Hypnose galt lange Zeit als fragwürdige Technik, die zu Showzwecken von Bühnenmagiern eingesetzt wurde. Das hat sich schon längst geändert. Heute kennen Forscher das Potenzial dieser geführten Entspannungstechnik für Medizin und Psychotherapie. Sogar einige Zahnärzte setzen sie schon ein. In Österreich und in der Schweiz werden Bergretter und Rettungssanitäter seit 2011 in Notfall-Hypnose ausgebildet, seit 2015 ist dies sogar Standard. „Bei der Notfall-Hynose geht es um sofort anwendbare Maßnahmen zur Schmerzlinderung und Beruhigung“, erklärt Sandra Wollersheim. Die Hypnose-Therapeutin betreibt seit fünf Jahren ihre Praxis Hypnose RheinSieg in der Cecilienstraße in Siegburg.

Hypnose: zwischen Wachsein und Schlafen

Die Möglichkeiten der Hypnose sind vielfältig. (Foto: Inga Sprünken)

Bei der Hypnose befinden sich die Menschen in einem Bewusstseinszustand, einer sogenannten Trance, zwischen Wachsein und Schlafen. Dieser Alpha-Zustand lässt die Verbindung von Körper und Geist spürbar werden“, so die studierte Sozialpädagogin. Es gehe darum, vom Kopf ins Gefühlsleben hinab zu sinken und einen besseren Zugang zum Körper zu haben. Dabei orientieren sich die Klienten vorwiegend an der Stimme des Hypnotiseurs, der sie leite, so die ausgebildete Psychotherapeutin. Die Hypnose-Technik setzt sie insbesondere bei Trauma-Lösungen, psychosomatischen Störungen oder der Bewältigung von Süchten, Ängsten, Angewohnheiten und Ticks ein. Auch ein Burn-Out lässt sich mit Hypnose gut behandeln.

Sämtliche körperliche Dysbalancen haben ihre Ursache in der Psyche“, weiß die Therapeutin, die sich die gegenseitige Einflussnahme zwischen Körper und Geist zu Nutze macht. Zwar könne dies jeder Mensch, aber viele wüssten nicht, wie. Sie bräuchten einen “Sparringspartner”, der ihnen zur Seite stehe, erläutert Wollersheim. Wenn ein Klient zu ihr kommt, entwirft sie mit ihm zunächst ein Schaubild, das auf der einen Seite seine jetzige Welt zeigt, auf der anderen Seite seine Wunschwelt mit Zielvorstellung. Schon beim ersten Gespräch erkennt sie anhand bestimmter Worte Glaubenssätze, die ihn daran hindern, das Ziel, eine Gesundung oder Suchtentwöhnung, zu erreichen. „Ausdrücke wie ,immer’ oder ,nie’ zeigen mir die Muster im Kopf“, sagt die Therapeutin. Ängste und Glaubenssätze seien oftmals sogar Auslöser von Allergien.

Das gute Gefühl und die Hypnose

Wichtig sei auch die Gefühlslage des Menschen. Denn: „ein gutes Gefühl zieht uns zu sich heran“, wie sie erklärt. So versucht sie mit einem Verfahren aus dem Neurolingustischen Programmieren (NLP) eine positive Erfahrung mit einem bestimmten Umstand zu verknüpfen oder umgekehrt. Bei der Raucherentwöhnung etwa geht es darum, das Rauchen von dem guten Gefühl zu entkoppeln. „Ursachen-orientierte Hypnose“, nennt das die Therapeutin. Traumatisierte Klienten führt sie zurück auf einem Zeitstrahl in die Vergangenheit, um ein belastendes Ereignis zu bearbeiten und aufzulösen. Dabei sei der Verstand nicht ausgeschaltet, sondern es würden nur kritische Gedanken verhindert. „Je tiefer die Entspannung ist, desto besser finden die Menschen ihren Zugang zur Intuition und erhalten eine Idee, einen Geistesblitz oder einen Impuls zur Änderung ihres Problems“, sagt sie.

Das Strategiegespräch steht vor jeder Hypnose.

Schon beim ersten Telefonat checkt die Therapeutin ab, ob ein Erstgespräch Sinn macht. Danach folgt ein Termin in der Praxis. „Dabei soll der Klient seine jetzige Welt so erzählen, wie er sie wahrnimmt“, so Wollersheim, die sich Notizen macht und Zwischenfragen stellt. Dann wird die Wunschwelt formuliert und Fragen nachgegangen wie „Was hält dich ab, das zu erreichen?“  Ursachenforschung in der Trance ist ein wichtiger Baustein ihrer Arbeit. Denn nur dann hat der Mensch Zugriff aufs Unterbewusstsein. Manchmal sind es Dinge aus der Vergangenheit, die nicht bearbeitet wurden. „Es ist wie etwas Offenes, das sich seinen Weg über den Körper nach außen bahnt“, so Wollersheim.

Mittels Hypnose zu Höchstleistungen

Die Hypnose-Therapie der Schlüssel zur Wunscherfüllung. (Foto: Inga Sprünken)

Wie oft man zu einer Hypnose-Sitzung kommen muss, hängt vom Einzelnen ab. „Manche müssen erst üben, ruhig zu werden. Sie müssen lernen, ihr Herz schlagen zu fühlen oder ihr Blut, das durch die Adern fließt. Nur wenn man sich selbst auch spürt, kann man Einfluss nehmen“, sagt sie und sucht einen Vergleich zu Spitzensportlern, die sich mittels Visualisierung zu Höchstleistungen antreiben können. „Du kannst alles, was du glaubst, zu können“, verspricht die Therapeutin. Wer mehr wissen möchte: https://hypnose-rheinsieg.de/

 

 

 

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