Zivilisation in der Wahner Heide wurde vernichtet

Wasserkatastrophe im Reintal

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Gigantische Wassermassen schieben Eisblöcke durch Köln, Lohmar, Niederkassel und Troisdorf. Kein Leben hat mehr eine Chance. Die Apokalypse ist da. Menschen versuchen verzweifelt zu fliehen. Doch die Kräfte der Natur sind unermesslich. Innerhalb kürzester Zeit verwandelt sich eine blühende Landschaft in eine trostlose Wasserwüste. Das, was im vorigen Jahr an der Ahr passierte, gab es schon viel früher auch in der Kölner Bucht. Riesige Wassermassen formten diese Landschaft. Sie gehört zu den am stärksten besiedelten Gebieten, Millionen Menschen leben heute dort auf engstem Raum. Es gibt Vorsorge gegen das jährliche Hochwasser. Doch was vor tausenden von Jahren hier passiert ist, war gegen die heutigen Überschwemmungen geradezu harmlos.

Spundwände sollen vor Hochwasser schützen.
Gegen gigantische Wassermassen schützen diese Spundwände nicht mehr. (Foto: Lindemann)

Eiszeit endete vor rund 10.000 Jahren

Auf der Seite der Universität Köln ist zu lesen: Eiszeiten sind Perioden, in denen die Vereisung nicht auf die Polarregionen und Hochgebirge begrenzt ist, sondern bis auf die heute gemäßigten Zonen und Tiefländer übergreift. Dies war in der jüngsten geologischen Vergangenheit im Pleistozän, dem quartären Eiszeitalter, der Fall. Dieses dauerte von rund 2 Millionen Jahre bis 10.000 Jahre vor heute und war bestimmt von einem Wechsel von Kalt- und Warmzeiten, in denen es zu Eisvorstößen und –rückzügen kam.

Und auch die Kölner Bucht war davon betroffen. Ein Beweis ist der Hohlstein in Troisdorf, der heute deplatziert am Rande der Wahner Heide zu finden ist. Er stammt aus einer Zeit, als sich das Meer aus dem heutigen Gebiet der Kölner Bucht zurückzog. Unter tropischem Klima hatten sich große Flüsse mit Deltasystemen gebildet. Sie boten Lebensräume für längst ausgestorbene Tiere und Pflanzen. Und auch Menschen fanden dort Lebensraum. Doch dann passierte ein Unglück.

Hohlstein.
Die hutförmige Öffnung könnte von Außerirdischen als Startrampe genutzt worden sein. (Foto: Lindemann)

Hochkultur auf der Erde und Neandertaler in der Wahner Heide

Wissenschaftsjournalist Graham Hancock vermutet, dass es vor rund 13.000 Jahren eine Hochkultur auf der Erde gab, die inzwischen einfach “vergessen wurde”. Bekannt ist, dass damals die Menschen als Jäger und Sammler unterwegs waren. Vor rund 60.000 Jahren wurden in der Wahner Heide praktische Faustkeile von Menschen in Handarbeit hergestellt. Das bestätigten Wissenschaftler nun bei Ausgrabungen. Doch was passierte bis zur heutigen Zeit? Es ist völlig unwahrscheinlich, dass die Menschheit sich nicht weiterentwickelt hat. Allein in den letzten zwei Generationen gab es Erfindungen, die unser Leben grundlegend verändert haben. Die Menschen erfanden Computer, flogen zum Mond und die Innovationen gehen auch im Jahr 2022 immer weiter. Und in der Region soll alles stehen geblieben sein? Neandertaler sollen an der Düssel selbstzufrieden vor sich hingelebt haben?

Neanderthaler
Im Tal der Düssel lebte einst der Neandertaler. (Foto: Inga Sprünken)

Auf der Suche nach Spuren im Rheintal

Deswegen ist es völlig unwahrscheinlich, dass es in der Wahner Heide keine kontinuierliche Weiterentwicklung der Menschheit gegeben hat. Hancock geht davon aus, dass vor rund 12.800 ein Meteoritenhagel auf die Erde niedergegangen ist. Er hat in der Dryaszeit zu gigantischen Klimaveränderungen geführt. Die Temperaturen sanken, es gab fast keine Ernten mehr und die Menschen litten an Hunger. Das könnte dazu geführt haben, dass die spezialisierte Hochkultur auf der Erde zusammenbrach und verschwand. Auch die Wahner Heide war von diesem Klimaumschwung betroffen. Spuren beweisen dies. Allerdings wurden noch keine Hinweise auf die Hochkultur gefunden. Es könnte jedoch sein, dass der Rhein, der immer wieder sein Flußbett verändert hat, diese Beweise einfach weggeschwemmt hat. Denn die hohen Hügel der Heide wurden – und das ist bewiesen – von Menschen als Fluchtburg genutzt. Bis jetzt  gehen Wissenschaftler davon aus, dass man sich gegen eindringende Feinde schützen wollte. Doch dazu sind diese Stellen viel zu gut einsehbar. Könnte es nicht sein, dass sie früher als Überlebensinseln gegen das Hochwasser dienten? Dazu wurde bisher allerdings noch nicht geforscht.

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