Zeit für Wünsche: der Super-Mond

Der Super-Mond im Juni. (Foto: Inga Sprünken)

Wenn der Super-Mond heute Abend voll am Himmel steht, ist der Vollmond eigentlich schon vorbei. Denn der war heute genau um 13.51 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Wer sich also etwas zum Vollmond wünschen möchte, für den ist es schon zu spät – zumindest, wenn es darum geht, Dinge mehren zu wollen.

Zeit zum Wünschen: beim Super-Mond. (Foto: Inga Sprünken)

Da der Mond, wenn man ihn heute am Himmel betrachtet, eigentlich schon wieder abnimmt, sollte man sich eher etwas wünschen, was man gerne loswerden möchte: Gewicht, ungesunder Lebensstil, Krankheit oder Unglück. Solange der Mond zunimmt, kann man sich Dinge wünschen, von denen man mehr haben möchte, etwa Geld, Glück, Gesundheit – so heißt es in alter Überlieferung.

So nah wie selten, ist der Mond heute der Erde. (Foto: Inga Sprünken)

Der Erdbeer-Mond

Wer sich aber einfach nur am Mond erfreuen möchte, hat dazu jetzt Gelegenheit, denn der Mond ist der Erde so nah, wie sonst nie: 357.000 Kilometer ist er heute von der Erde entfernt. Da er, wenn er so nah ist, besonders groß erscheint, nennt man den Himmelskörper Super-Mond und sagt ihm die stärksten Kräfte nach. Der Begriff stammt aus dem Amerikanischen. Der heutige Mond ist 30 Prozent heller, als sonst und wirkt bis zu 14 Prozent größer. Es passiert allerdings öfter, dass der Mond der Erde so nah kommt. Am 13. Juli wird ebenfalls ein Supermond erwartet.

Manchmal erscheint der Mond rötlich. (Foto: Inga Sprünken)

Die kürzeste Vollmond-Nacht

Der Vollmond im Juni heißt auch Erdbeer-Mond. Das liegt weniger an seiner Farbe – manchmal erscheint er ja auch rötlich – sondern eher daran, dass er sich derzeit mitten in der Erdbeerzeit befindet. Ein nordamerikanischer Ureinwohnerstamm soll diesen Namen einst geprägt haben. Aber noch etwas ist bei diesem Juni-Vollmond besonders: es ist die kürzeste Vollmondnacht des ganzen Jahres, da wir kurz vor der Sommersonnenwende am 21. Juni stehen.

Bei der Sommersonnenwende werden Feuer angezündet. (Foto: Inga Sprünken)

Dieses Datum sollte man sich auch merken, denn diese Nacht ist eine ganz besondere. In den nordischen Ländern werden dann überall Feuer angezündet, denn mit dem alten keltischen Fest wird die Zeit der Ernte und der Fruchtbarkeit begangen. Schon von jeher tanzten die Menschen um das Sonnwendfeuer und feierten rauschende Feste.

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