Zeugen bestätigen Atombombenlager

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Riesig war die Resonanz auf unsere Recherche zum Thema Atombomben in der Wahner Heide. Zeugen aus dieser Zeit haben sich bei uns gemeldet. Hier ein Bericht:

Es waren Teile von Kernraketen, die dort lagerten, zum Beispiel Nikes. Aber niemals komplette Raketen.
Mein Vater und Kollegen haben dort oft genug Wache geschoben. Das bis Anfang der 80er.
Es gab nicht nur eine Belgische Kaserne in Spich, sondern auch in Altenrath, und noch einige weitere in Köln, gesamt NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen entlang am Rhein, im Bergischen, Sauerland, Eifel und Maingebiet. So wie es auch weitere solche Depots gab, wo wiederum Teile von Atomraketen gelagert wurden.
Die Amerikanische Einheit war die 33te Brigade, die in Köln-Dellbrück stationiert war.

Atombomben
Abbrucharbeiten an der Wahner Heide. (Foto: Lndmann)

Ein anderer Fan unserer Seite verwies auf einen Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger vom 16. Januar 2013. Reporter Jens Höhner hatte dort von Zeugen aus dem militärischen Bereich berichtet:

Diese Waffen waren im Besitz der USA und wurden von amerikanischen Soldaten bewacht“, berichtet Liebsch, der selbst als Kommandant des Atomwaffenlagers in Wesel am Niederrhein gearbeitet hat, auch in Köln war der frühere Berufsoffizier einige Jahre stationiert. „Bereitgestellt wurden diese Waffen durch die Verbündeten in der Nato, sie besaßen die Trägersysteme dafür“, erklärt Liebsch, der als Autor beim Internetportal „Atomwaffen A-Z“ tätig ist und sich seit vielen Jahren mit Atomwaffen in Deutschland beschäftigt. „Die Amerikaner aber hatten die Zünder und konnten die Waffen scharf machen.“

Ein Hinweis auf die Seite Atomwaffen A-Z bestätigt unsere Recherchen:

Das ehemalige SAS Wahner Heide (50°50’36“N, 7°08’40“O) lag ca. 12 km nördlich von Bonn. In diesem Munitionslager waren ab 1960 die atomaren Sprengköpfe des 1. Belgische Korps eingelagert. Dabei handelte es sich um Gefechtsköpfe für das Waffensystem Honest John sowie um atomare Artilleriegranaten vom Kaliber 155 mm und 203 mm. Vorübergehend wurden hier auch ADM-Minen eingelagert. Für den Einsatz der ADM-Minen waren das 1. und das 6. belgische Pionierbataillon zuständig. Die belgischen Einheiten wurden durch das 33rd US-MSL Detachement unterstützt, wobei nur die US-Soldaten unmittelbaren Zugang zu den Atomwaffen hatten.

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